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SVV
Borderline
Depressionen
Missbrauch

Borderline Außer den vorgenannten Störungen im Persönlichkeitsbereich können bei Borderline folgende Symptomkomplexe vorkommen:





Borderline-Störung auf zwanghaftem Niveau: Ich-syntone Zwangsgedanken und Zwangshandlungen.

Borderline-Störung auf ängstlichem Niveau: Chronische, frei flottierende und diffuse Ängste, Nähe-Distanz- Konflikte, Gefühle extremer Hilflosigkeit.



Borderline-Störung auf depressivem Niveau:

Depressives Syndrom, ohnmächtige Wut, vernichtende Hilflosigkeit, Autoaggression (Selbstverletzungen)



Borderline-Störung auf dissoziativem/multiplem Niveau: Depersonalisation/Derealisation, Trancezustände, ausgeprägte Tagträume, psychogene Amnesien, Konversionssymptome, DID (Multiple Persönlichkeiten).



Borderline-Störung auf narzißtischem Niveau:

Dissoziales Verhalten, Gefühl innerer Leere,

Substanz-Alkohol - und Drogenmißbrauch.



Borderline-Störung auf phobischem Niveau:

Vielfältig ausgerichtete Ängste mit daraus folgender, schwerwiegender sozialer Beschränkung. Neben Phobien bzgl. äußerer Objekte auch Phobien bzgl. des eigenen Körpers und der eigenen Person

.

Borderline-Störung auf psychosomatischem Niveau: Eßstörungen, Bulimie, Anorexie Körperliche (somatoforme) Störungen" usw.

Borderline-Störung mit kurzen psychotischen Episoden: Kürzere Phasen mit intensiver produktiver Symptomatik ( Halluzinationen / Pseudohalluzinationen, Wahnvorstellungen usw.)



D.h. eine an Borderline erkrankte Person kann alle diese

Symptome nacheinander bekommen!!!

Daraus erklärt sich auch zum Teil, die schwierige Diagnostik und Definitionsverwirrung, die es in diesem Bereich gibt.





Laut ICD10, dem diagnostischem Manual ist von einer Borderline-Störung auszugehen,,





wenn :



mindestens 3 der folgenden Symptome





deutliche Tendenz unerwartet und ohne Berücksichtigung der Konsequenzen zu handeln;

deutliche Tendenz zu Streitereien und Konflikten mit anderen, vor allem dann, wenn impulsive Handlungen unterbunden oder getadelt werden;

Neigung zu Ausbrüchen von Wut oder Gewalt mit Unfähigkeit zur Kontrolle explosiven Verhaltens;

Schwierigkeiten in der Beibehaltung von Handlungen, die nicht unmittelbar belohnt werden;

unbestandige und unberechenbare Stimmung.





und mindesten 2 der folgenden Symptome vorliegen:



Störungen und Unsicherheit bezüglich Selbstbild, Zielen und "inneren Präferenzen" (einschließlich sexueller);

Neigung sich in intensive aber instabile Beziehungen einzulassen, oft mit der Folge von emotionalen Krisen;

Übertriebene Bemühungen, das Verlassenwerden zu vermeiden;

wiederholt Drohungen oder Handlungen mit Selbstbeschädigung;

anhaltende Gefühle von Leere.





Allerdings scheint dieses Diagnostizierungsschema etwas schwammig und ungenau,

da eine Großzahl dieser Symptome auch bei vielen anderen Störungen vorkommen können.

Dies wiederspiegelt aber haargenau den Zustand der heutigen verschiedenen

Schulmeinungen über Definition und Ätiologie der Borderline-Problematik.

Manchmal drängt sich einem auch der Eindruck auf, daß die Diagnose Borderline oft

gern als eine Art Mülleimerdiagnose genützt wird, wenn Ärzte oder Therapeuten nicht

mehr weiter wissen. oder mit einem Patienten nicht zurechtkommen.